Bekleidung und Außenwand unterscheiden
Die sichtbare Holzbekleidung bildet die äußere Fassadenfläche. Dahinter liegt die Unterkonstruktion, die die Bekleidung mit dem Gebäude verbindet. Je nach Wandaufbau gehören weitere Schutzschichten und gegebenenfalls eine Dämmung dazu.
Diese Schichten erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Holzbekleidung ist nicht automatisch die tragende Wand, die Luftdichtung oder die Wärmedämmung. Ihre Funktionen dürfen bei einer Planung oder Sanierung nicht miteinander verwechselt werden.
Unterkonstruktion, Hinterlüftung und Wasserführung
Die Unterkonstruktion nimmt das Gewicht der Bekleidung und Windlasten auf. Ihre Verbindungen zum Gebäude müssen zum Untergrund und zum ausgewählten System passen. Bei einer hinterlüfteten Bekleidung ist ein geeigneter Luftweg hinter dem Holz wichtig, damit die Konstruktion trocknen kann.
Die Ausrichtung der Latten hängt unter anderem von der Verlegerichtung und vom System ab. Bei senkrechten Brettern können zusätzliche Lattenlagen erforderlich sein, um Befestigung und senkrechten Luftweg zu verbinden. Bei offenen Fugen muss eine geeignete rückwärtige Schutzschicht die zusätzliche Regen- und UV-Beanspruchung berücksichtigen.
Fensteranschlüsse, Sockel, Ecken und obere Abschlüsse führen die Flächenkonstruktion weiter. Sie müssen Wasserführung und Befestigung aufnehmen, ohne notwendige Trocknungswege unbeabsichtigt zu verschließen.
Den Aufbau von den Voraussetzungen her entwickeln
Ausgangspunkt ist der vorhandene oder geplante Wandaufbau. Danach werden Bekleidungsart, Verlegerichtung und Anschlussgeometrie betrachtet. Auf dieser Grundlage lassen sich die Unterkonstruktion und geeignete Befestigungen planen. Dämmung und Schutzschichten sind, soweit vorgesehen, mit diesen Details abzustimmen.
Die Systemauswahl behandelt die Abstimmung der Komponenten; Profile für Holzfassaden erklären die Auswahl der Bekleidung. Moderne Holzfassaden, Farben und Beispiele ergänzen die gestalterischen Entscheidungen.
Warum ein Schema keine Montageplanung ersetzt
Ein schematischer Aufbau enthält keine ausreichenden Angaben zu Befestigungsabständen, Querschnitten oder Tragfähigkeit. Diese Entscheidungen hängen von Untergrund, Bauteilgeometrie, Einwirkungen und den verwendeten Komponenten ab. Bauordnungsrechtliche Bedingungen und Brandschutz sind projektbezogen zu klären.
Bei Bestandsfassaden können Schäden hinter einer intakten Oberfläche liegen. Dazu erläutert Holzfassaden renovieren die Grenzen einer Sichtprüfung. Die Eigenschaften von Holz, die Auswahl eines Fachbetriebs und der Überblick auf der Startseite helfen bei der weiteren Einordnung.